Definition
Die Coffea ist eine Pflanze aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) mit derzeit 124 bekannten Arten.
Die Früchte der Pflanzen nennt man Kaffeekirschen, die aus der Kirschhaut, der Pulpe, der Pergamenthaut mit Schleimschicht und dem Silberhäutchen bestehen.
Coffea-Arten sind immergrüne, kleine Bäume oder Sträucher, manchmal Kletterpflanzen.


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Interessant für uns Kaffeeliebhaber ist die Unterart Eucoffea und hier insbesondere deren Varietäten Coffea Arabica und Coffea Canephora (umgangssprachlich und nicht 100 % korrekt „Robusta“ genannt).
Arabica

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Die Pflanze wächst in Höhen von 400 bis 2.100 Metern bei Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Coffea Arabica ist empfindlich und verträgt keine Temperaturen unter 10 Grad. Der Geschmack der Arabica-Bohne ist eher mild, raffiniert ausgewogen, hat wenig Körper und geht in schokoladige oder blumige Geschmacksnoten.
Die Farbe des Rohkaffees ist blaugrün, gelbgrün oder grün. Sie hat eine Länge von 0,7–1,6 cm und einen typisch geschwungenen Schnitt (siehe unten).
Arabicabohnen bieten in der Regel mehr Aromen, mehr Säure, haben weniger Koffein und wenig Körper.
Canephora

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Die Pflanze wächst in Höhen zwischen 0 und 900 Metern bei Temperaturen zwischen 23 und 29 Grad Celsius. Unter 8 Grad wächst die Pflanze nicht mehr. Im Vergleich zur Coffea Arabica sind die Pflanzen deutlich widerstandsfähiger und ertragreicher, was sich in der Vergangenheit auch immer im günstigeren Preis widerspiegelte. Der Geschmack der Canephora-Bohne geht in die Richtung Bitterschokolade und erdige Töne – bei minderwertigen Bohnen können auch faulige und chemische Geschmacksrichtungen erscheinen.
Die Farbe des Rohkaffess ist gelb, braun oder leicht grünlich mit einer Länge von 0,5–0,8 cm (siehe unten).

Arabica
Farbe: blaugrün/gelbgrün/grün
Form: Flachbohne
Länge: 0,7–1,6 cm
Schnitt: geschwungen

Canephora
Farbe: gelb/braun/leicht grünlich
Form: Rundbohne
Länge: 0,5–0,8 cm
Schnitt: gerade
Pflanzung
Ein Kaffeestrauch/-baum ist nach ca. 3–5 Jahren erntereif und kann dann bis zu 20 Jahre im Plantagenbetrieb tragen.
Große, industriell anmutende Plantagen verwenden in der Regel Pestizide, um einen Schädlingsbefall zu vermeiden. Die Plantagen sind dann reine Monokulturen. In kleineren Plantagen, auch wenn sie für die EU nicht biozertifiziert sein sollten, geht man eher den Weg, die Plantage als Schattenanbau zu betreiben – hier werden also andere Pflanzen als zum Beispiel Bananen, Zitronen oder Papaya zwischen den Kaffee gepflanzt (Mischkultur), was eine positive Auswirkung auf die Qualität der Kaffees hat.
Die unterschiedlichen Anbaumethoden haben aber auch massive Auswirkungen auf die Erträge.
Brasilien zum Beispiel, als größter Kaffeeexporteur, arbeitet zu 95 % mit Monokulturen und kann daher im Durchschnitt 4.200 kg je Hektar ernten, wohingegen Länder wie Angola mit sehr kleinen, aber feinen Plantagen nur bis zu 33 kg je Hektar erzielen.
In Lagen ab 1.200 Metern spricht man als Experte erst von Hochlandkaffee. Das ist im Marketing jedoch oft anders. In diesen hohen Lagen wachsen die Bohnen deutlich langsamer, sind aber im Gegenzug viel gehaltvoller und härter. Außerdem gibt es weniger Schädlingsbefall in den hohen Lagen.

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